© 2026 Praxis Dr. Ertelt        Sandstraße 6        23552 Lübeck        praxis@psychotherapie-ertelt.de

Psychologie: Wissenschaft vom Erleben und Verhalten

Psychologie ist die Wissenschaft vom Erleben und Verhalten des Menschen. Sie untersucht, wie Menschen wahrnehmen, denken, fühlen, lernen, erinnern, entscheiden, handeln und mit anderen Personen in Beziehung treten. Dabei interessiert sie sich sowohl für allgemeine Gesetzmäßigkeiten psychischer Prozesse als auch für individuelle Unterschiede zwischen Personen (1, 2, 3). Als wissenschaftliches Fach stützt sich Psychologie nicht auf bloße Alltagserfahrung oder persönliche Menschenkenntnis, sondern auf systematische Beobachtung, psychologische Diagnostik, experimentelle Forschung, statistische Auswertung und überprüfbare Theorien. Psychologische Aussagen sollen nachvollziehbar, begründbar und korrigierbar sein. Genau darin unterscheidet sich wissenschaftliche Psychologie von bloßer Lebensberatung, Weltanschauung oder spekulativer Deutung (1, 2, 4). Psychologie umfasst viele Teilgebiete. Einige beschäftigen sich mit grundlegenden Funktionen wie Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Lernen, Gedächtnis oder Denken. Andere untersuchen Persönlichkeit, soziale Beziehungen, Entwicklung, Bildung, psychische Störungen, neuropsychologische Funktionen oder psychotherapeutische Veränderungsprozesse. Die folgenden Seiten geben Ihnen einen Überblick über wichtige psychologische Fachbereiche.

Allgemeine Psychologie

[Link zur Seite: Allgemeine Psychologie] Die Allgemeine Psychologie untersucht grundlegende psychische Prozesse, die menschliches Erleben und Verhalten ermöglichen. Dazu gehören Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Lernen, Gedächtnis, Denken, Sprache, Motivation, Emotion und Handlungssteuerung. Sie bildet damit eine wichtige Grundlage für viele andere Bereiche der Psychologie, auch für die Psychotherapie (1, 2, 3).

Geschichte der Psychologie

[Link zur Seite: Geschichte der Psychologie] Die Psychologie hat ihre Wurzeln in Philosophie, Medizin, Physiologie und Pädagogik. Zur eigenständigen Wissenschaft wurde sie vor allem dort, wo psychologische Fragen nicht mehr nur spekulativ beantwortet, sondern systematisch untersucht wurden. Die Geschichte der Psychologie zeigt deshalb auch den Weg von der Seelenlehre zur empirischen Wissenschaft (4, 5).

Kognitive Psychologie

[Link zur Seite: Kognitive Psychologie] Die Kognitive Psychologie beschäftigt sich mit Informationsverarbeitung: Wie werden Reize aufgenommen, ausgewählt, interpretiert, gespeichert und für Entscheidungen oder Handlungen genutzt? Sie untersucht unter anderem Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Denken, Sprache, Problemlösen und Urteilen. Für die Verhaltenstherapie ist sie besonders bedeutsam, weil Gedanken, Bewertungen, Erwartungen und Aufmerksamkeitsprozesse konkret beschreibbar und veränderbar werden (6, 7).

Neuropsychologie

[Link zur Seite: Neuropsychologie] Die Neuropsychologie untersucht den Zusammenhang zwischen Gehirn, Erleben und Verhalten. Sie fragt, wie Wahrnehmung, Sprache, Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Handlungsplanung, Emotion und soziale Kognition durch Hirnfunktionen ermöglicht werden und wie sich diese Leistungen bei Hirnschädigungen oder Funktionsstörungen verändern können. Damit verbindet sie Psychologie, Neurologie, Neuroanatomie und kognitive Neurowissenschaft (8, 9).

Persönlichkeitspsychologie und Differentielle Psychologie

[Link zur Seite: Persönlichkeitspsychologie/ Differentielle Psychologie] Die Persönlichkeitspsychologie beschäftigt sich mit relativ stabilen Mustern des Erlebens und Verhaltens. Die Differentielle Psychologie fragt danach, wie und warum sich Personen voneinander unterscheiden. Themen sind unter anderem Persönlichkeitseigenschaften, Temperament, Fähigkeiten, Motive, Selbstkonzept, Persönlichkeitsentwicklung und die Wechselwirkung zwischen Person und Situation (10, 11).

Pädagogische Psychologie

[Link zur Seite: Pädagogische Psychologie] Die Pädagogische Psychologie untersucht Lernen, Lehren, Motivation, Förderung, Diagnostik und Bildung. Sie fragt, unter welchen Bedingungen Wissenserwerb, Kompetenzentwicklung, Lernstrategien, Selbststeuerung und Transfer gelingen. Viele ihrer Erkenntnisse sind auch für Psychotherapie bedeutsam, weil therapeutische Veränderung in vielen Bereichen als strukturierter Lernprozess verstanden werden kann (12, 13).

Sozialpsychologie

[Link zur Seite: Sozialpsychologie] Die Sozialpsychologie untersucht, wie Denken, Fühlen und Verhalten durch andere Personen, Gruppen, Normen, Rollen und soziale Situationen beeinflusst werden. Sie beschäftigt sich unter anderem mit sozialer Wahrnehmung, Einstellungen, Vorurteilen, Konformität, Gehorsam, Gruppenprozessen, Beziehungen, Hilfeverhalten und Aggression. Ihre besondere Stärke liegt darin, Verhalten nicht vorschnell aus Charaktereigenschaften zu erklären, sondern soziale Bedingungen und Deutungen mit einzubeziehen (14, 15).

Psychologie und Psychotherapie

Psychotherapie nutzt Erkenntnisse aus vielen Bereichen der Psychologie. Verhaltenstherapie greift besonders auf Lernpsychologie, Kognitive Psychologie, Emotionspsychologie, Sozialpsychologie, Persönlichkeitspsychologie und neuropsychologische Grundlagen zurück. Psychische Beschwerden werden dabei nicht mystifiziert, sondern als nachvollziehbare Muster von Wahrnehmung, Bewertung, Emotion, Körperreaktion, Verhalten und Konsequenzen verstanden. Eine wissenschaftlich fundierte Psychotherapie fragt deshalb nicht nur, wie ein Symptom bezeichnet werden kann, sondern wie es entsteht, wodurch es aufrechterhalten wird und an welcher Stelle Veränderung möglich ist. Ziel ist ein verständliches, überprüfbares und therapeutisch nutzbares Modell der jeweiligen Beschwerden.

Quellen

1 . Gerrig, R. J. (2015). *Psychologie* (20., aktualisierte Aufl.). Pearson. 2 . Myers, D. G. (2014). *Psychologie* (3. Aufl.). Springer. 3 . Becker-Carus, C., & Wendt, M. (2017). *Allgemeine Psychologie. Eine Einführung* (2. Aufl.). Springer. 4 . Hecht, H., & Desnizza, W. (2012). *Psychologie als empirische Wissenschaft. Essentielle wissenschaftstheoretische und historische Grundlagen*. Springer Spektrum. 5 . Lück, H. E. (2009). *Geschichte der Psychologie. Strömungen, Schulen, Entwicklungen* (4., überarbeitete Aufl.). Kohlhammer. 6 . Solso, R. L. (2005). *Kognitive Psychologie*. Springer. 7 . Rösler, F. (2011). *Psychophysiologie der Kognition. Eine Einführung in die Kognitive Neurowissenschaft*. Spektrum Akademischer Verlag. 8 . Bellebaum, C., Thoma, P., & Daum, I. (2012). *Neuropsychologie*. VS Verlag für Sozialwissenschaften. 9 . Karnath, H.-O., & Thier, P. (Hrsg.). (2006). *Neuropsychologie* (2., aktualisierte und erweiterte Aufl.). Springer. 1 0 . Asendorpf, J. B. (2015). *Persönlichkeitspsychologie für Bachelor* (3., aktualisierte Aufl.). Springer. 1 1 . Rauthmann, J. F. (2016). *Grundlagen der Differentiellen und Persönlichkeitspsychologie. Eine Übersicht für Psychologie-Studierende*. Springer. 1 2 . Hasselhorn, M., & Gold, A. (2013). *Pädagogische Psychologie. Erfolgreiches Lernen und Lehren* (3., vollständig überarbeitete und erweiterte Aufl.). Kohlhammer. 1 3 . Wild, E., & Möller, J. (Hrsg.). (2020). *Pädagogische Psychologie* (3., vollständig überarbeitete und aktualisierte Aufl.). Springer. 1 4 . Aronson, E., Wilson, T. D., & Akert, R. M. (2014). *Sozialpsychologie* (8., aktualisierte Aufl.). Pearson. 1 5 . Jonas, K., Stroebe, W., & Hewstone, M. (Hrsg.). (2014). *Sozialpsychologie* (6., vollständig überarbeitete Aufl.). Springer.

Psychologie: Wissenschaft vom

Erleben und Verhalten

Psychologie ist die Wissenschaft vom Erleben und Verhalten des Menschen. Sie untersucht, wie Menschen wahrnehmen, denken, fühlen, lernen, erinnern, entscheiden, handeln und mit anderen Personen in Beziehung treten. Dabei interessiert sie sich sowohl für allgemeine Gesetzmäßigkeiten psychischer Prozesse als auch für individuelle Unterschiede zwischen Personen (1, 2, 3). Als wissenschaftliches Fach stützt sich Psychologie nicht auf bloße Alltagserfahrung oder persönliche Menschenkenntnis, sondern auf systematische Beobachtung, psychologische Diagnostik, experimentelle Forschung, statistische Auswertung und überprüfbare Theorien. Psychologische Aussagen sollen nachvollziehbar, begründbar und korrigierbar sein. Genau darin unterscheidet sich wissenschaftliche Psychologie von bloßer Lebensberatung, Weltanschauung oder spekulativer Deutung (1, 2, 4). Psychologie umfasst viele Teilgebiete. Einige beschäftigen sich mit grundlegenden Funktionen wie Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Lernen, Gedächtnis oder Denken. Andere untersuchen Persönlichkeit, soziale Beziehungen, Entwicklung, Bildung, psychische Störungen, neuropsychologische Funktionen oder psychotherapeutische Veränderungsprozesse. Die folgenden Seiten geben Ihnen einen Überblick über wichtige psychologische Fachbereiche.

Allgemeine Psychologie

[Link zur Seite: Allgemeine Psychologie] Die Allgemeine Psychologie untersucht grundlegende psychische Prozesse, die menschliches Erleben und Verhalten ermöglichen. Dazu gehören Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Lernen, Gedächtnis, Denken, Sprache, Motivation, Emotion und Handlungssteuerung. Sie bildet damit eine wichtige Grundlage für viele andere Bereiche der Psychologie, auch für die Psychotherapie (1, 2, 3).

Geschichte der Psychologie

[Link zur Seite: Geschichte der Psychologie] Die Psychologie hat ihre Wurzeln in Philosophie, Medizin, Physiologie und Pädagogik. Zur eigenständigen Wissenschaft wurde sie vor allem dort, wo psychologische Fragen nicht mehr nur spekulativ beantwortet, sondern systematisch untersucht wurden. Die Geschichte der Psychologie zeigt deshalb auch den Weg von der Seelenlehre zur empirischen Wissenschaft (4, 5).

Kognitive Psychologie

[Link zur Seite: Kognitive Psychologie] Die Kognitive Psychologie beschäftigt sich mit Informationsverarbeitung: Wie werden Reize aufgenommen, ausgewählt, interpretiert, gespeichert und für Entscheidungen oder Handlungen genutzt? Sie untersucht unter anderem Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Denken, Sprache, Problemlösen und Urteilen. Für die Verhaltenstherapie ist sie besonders bedeutsam, weil Gedanken, Bewertungen, Erwartungen und Aufmerksamkeitsprozesse konkret beschreibbar und veränderbar werden (6, 7).

Neuropsychologie

[Link zur Seite: Neuropsychologie] Die Neuropsychologie untersucht den Zusammenhang zwischen Gehirn, Erleben und Verhalten. Sie fragt, wie Wahrnehmung, Sprache, Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Handlungsplanung, Emotion und soziale Kognition durch Hirnfunktionen ermöglicht werden und wie sich diese Leistungen bei Hirnschädigungen oder Funktionsstörungen verändern können. Damit verbindet sie Psychologie, Neurologie, Neuroanatomie und kognitive Neurowissenschaft (8, 9).

Persönlichkeitspsychologie und Differentielle

Psychologie

[Link zur Seite: Persönlichkeitspsychologie/ Differentielle Psychologie] Die Persönlichkeitspsychologie beschäftigt sich mit relativ stabilen Mustern des Erlebens und Verhaltens. Die Differentielle Psychologie fragt danach, wie und warum sich Personen voneinander unterscheiden. Themen sind unter anderem Persönlichkeitseigenschaften, Temperament, Fähigkeiten, Motive, Selbstkonzept, Persönlichkeitsentwicklung und die Wechselwirkung zwischen Person und Situation (10, 11).

Pädagogische Psychologie

[Link zur Seite: Pädagogische Psychologie] Die Pädagogische Psychologie untersucht Lernen, Lehren, Motivation, Förderung, Diagnostik und Bildung. Sie fragt, unter welchen Bedingungen Wissenserwerb, Kompetenzentwicklung, Lernstrategien, Selbststeuerung und Transfer gelingen. Viele ihrer Erkenntnisse sind auch für Psychotherapie bedeutsam, weil therapeutische Veränderung in vielen Bereichen als strukturierter Lernprozess verstanden werden kann (12, 13).

Sozialpsychologie

[Link zur Seite: Sozialpsychologie] Die Sozialpsychologie untersucht, wie Denken, Fühlen und Verhalten durch andere Personen, Gruppen, Normen, Rollen und soziale Situationen beeinflusst werden. Sie beschäftigt sich unter anderem mit sozialer Wahrnehmung, Einstellungen, Vorurteilen, Konformität, Gehorsam, Gruppenprozessen, Beziehungen, Hilfeverhalten und Aggression. Ihre besondere Stärke liegt darin, Verhalten nicht vorschnell aus Charaktereigenschaften zu erklären, sondern soziale Bedingungen und Deutungen mit einzubeziehen (14, 15).

Psychologie und Psychotherapie

Psychotherapie nutzt Erkenntnisse aus vielen Bereichen der Psychologie. Verhaltenstherapie greift besonders auf Lernpsychologie, Kognitive Psychologie, Emotionspsychologie, Sozialpsychologie, Persönlichkeitspsychologie und neuropsychologische Grundlagen zurück. Psychische Beschwerden werden dabei nicht mystifiziert, sondern als nachvollziehbare Muster von Wahrnehmung, Bewertung, Emotion, Körperreaktion, Verhalten und Konsequenzen verstanden. Eine wissenschaftlich fundierte Psychotherapie fragt deshalb nicht nur, wie ein Symptom bezeichnet werden kann, sondern wie es entsteht, wodurch es aufrechterhalten wird und an welcher Stelle Veränderung möglich ist. Ziel ist ein verständliches, überprüfbares und therapeutisch nutzbares Modell der jeweiligen Beschwerden.

Quellen

1 . Gerrig, R. J. (2015). *Psychologie* (20., aktualisierte Aufl.). Pearson. 2 . Myers, D. G. (2014). *Psychologie* (3. Aufl.). Springer. 3 . Becker-Carus, C., & Wendt, M. (2017). *Allgemeine Psychologie. Eine Einführung* (2. Aufl.). Springer. 4 . Hecht, H., & Desnizza, W. (2012). *Psychologie als empirische Wissenschaft. Essentielle wissenschaftstheoretische und historische Grundlagen*. Springer Spektrum. 5 . Lück, H. E. (2009). *Geschichte der Psychologie. Strömungen, Schulen, Entwicklungen* (4., überarbeitete Aufl.). Kohlhammer. 6 . Solso, R. L. (2005). *Kognitive Psychologie*. Springer. 7 . Rösler, F. (2011). *Psychophysiologie der Kognition. Eine Einführung in die Kognitive Neurowissenschaft*. Spektrum Akademischer Verlag. 8 . Bellebaum, C., Thoma, P., & Daum, I. (2012). *Neuropsychologie*. VS Verlag für Sozialwissenschaften. 9 . Karnath, H.-O., & Thier, P. (Hrsg.). (2006). *Neuropsychologie* (2., aktualisierte und erweiterte Aufl.). Springer. 1 0 . Asendorpf, J. B. (2015). *Persönlichkeitspsychologie für Bachelor* (3., aktualisierte Aufl.). Springer. 1 1 . Rauthmann, J. F. (2016). *Grundlagen der Differentiellen und Persönlichkeitspsychologie. Eine Übersicht für Psychologie-Studierende*. Springer. 1 2 . Hasselhorn, M., & Gold, A. (2013). *Pädagogische Psychologie. Erfolgreiches Lernen und Lehren* (3., vollständig überarbeitete und erweiterte Aufl.). Kohlhammer. 1 3 . Wild, E., & Möller, J. (Hrsg.). (2020). *Pädagogische Psychologie* (3., vollständig überarbeitete und aktualisierte Aufl.). Springer. 1 4 . Aronson, E., Wilson, T. D., & Akert, R. M. (2014). *Sozialpsychologie* (8., aktualisierte Aufl.). Pearson. 1 5 . Jonas, K., Stroebe, W., & Hewstone, M. (Hrsg.). (2014). *Sozialpsychologie* (6., vollständig überarbeitete Aufl.). Springer.
Praxis Dr. Ertelt
Praxis Dr. Ertelt