Psychologie: Wissenschaft vom Erleben und Verhalten
Psychologie
ist
die
Wissenschaft
vom
Erleben
und
Verhalten
des
Menschen.
Sie
untersucht,
wie
Menschen
wahrnehmen,
denken,
fühlen,
lernen,
erinnern,
entscheiden,
handeln
und
mit
anderen
Personen
in
Beziehung
treten.
Dabei
interessiert
sie
sich
sowohl
für
allgemeine
Gesetzmäßigkeiten psychischer Prozesse als auch für individuelle Unterschiede zwischen Personen (1, 2, 3).
Als
wissenschaftliches
Fach
stützt
sich
Psychologie
nicht
auf
bloße
Alltagserfahrung
oder
persönliche
Menschenkenntnis,
sondern
auf
systematische
Beobachtung,
psychologische
Diagnostik,
experimentelle
Forschung,
statistische
Auswertung
und
überprüfbare
Theorien.
Psychologische
Aussagen
sollen
nachvollziehbar,
begründbar
und
korrigierbar
sein.
Genau
darin
unterscheidet
sich
wissenschaftliche
Psychologie von bloßer Lebensberatung, Weltanschauung oder spekulativer Deutung (1, 2, 4).
Psychologie
umfasst
viele
Teilgebiete.
Einige
beschäftigen
sich
mit
grundlegenden
Funktionen
wie
Wahrnehmung,
Aufmerksamkeit,
Lernen,
Gedächtnis
oder
Denken.
Andere
untersuchen
Persönlichkeit,
soziale
Beziehungen,
Entwicklung,
Bildung,
psychische
Störungen,
neuropsychologische
Funktionen
oder
psychotherapeutische
Veränderungsprozesse.
Die
folgenden
Seiten
geben
Ihnen
einen
Überblick
über wichtige psychologische Fachbereiche.
Psychologie und Psychotherapie
Psychotherapie
nutzt
Erkenntnisse
aus
vielen
Bereichen
der
Psychologie.
Verhaltenstherapie
greift
besonders
auf
Lernpsychologie,
Kog
-
nitive
Psychologie,
Emotionspsychologie,
Sozialpsychologie,
Persönlichkeitspsychologie
und
neuropsychologische
Grundlagen
zurück.
Psychische
Beschwerden
werden
dabei
nicht
mystifiziert,
sondern
als
nachvollziehbare
Muster
von
Wahrnehmung,
Bewertung,
Emotion,
Körperreaktion, Verhalten und Konsequenzen verstanden.
Eine
wissenschaftlich
fundierte
Psychotherapie
fragt
deshalb
nicht
nur,
wie
ein
Symptom
bezeichnet
werden
kann,
sondern
wie
es
entsteht,
wodurch
es
aufrechterhalten
wird
und
an
welcher
Stelle
Veränderung
möglich
ist.
Ziel
ist
ein
verständliches,
überprüfbares
und
therapeutisch nutzbares Modell der jeweiligen Beschwerden.
Klinische Psychologie
Klick hier: Klinische Psychologie
Die
Klinische
Psychologie
befasst
sich
mit
psychischen
Störungen
sowie
mit
psychischen
Aspekten
körperlicher
Erkrankungen.
Sie
umfasst
Diagnostik,
Klassifikation,
Entstehungsmodelle,
Bedingungsanalyse,
Prävention,
Psychotherapie,
Rehabilitation
und
Evaluation.
Für
meine
Praxis
bildet
sie
den
wissenschaftlichen
Rahmen,
um
psychische
Beschwerden
nicht
nur
zu
benennen,
sondern
in
ihren
konkreten Entstehungs- und Aufrechterhaltungsbedingungen zu verstehen (18, 19).
Geschichte der Psychologie
Klick hier: Geschichte der Psychologie
Die
Psychologie
hat
ihre
Wurzeln
in
Philosophie,
Medizin,
Physiologie
und
Pädagogik.
Zur
eigenständigen
Wissenschaft
wurde
sie
vor
allem
dort,
wo
psychologische
Fragen
nicht
mehr
nur
spekulativ
beantwortet,
sondern
systematisch
untersucht
wurden.
Die
Geschichte
der Psychologie zeigt deshalb auch den Weg von der Seelenlehre zur empirischen Wissenschaft (4, 5).
Allgemeine Psychologie
Klick hier: Allgemeine Psychologie
Die
Allgemeine
Psychologie
untersucht
grundlegende
psychische
Prozesse,
die
menschliches
Erleben
und
Verhalten
ermöglichen.
Dazu
gehören
Wahrnehmung,
Aufmerksamkeit,
Lernen,
Gedächtnis,
Denken,
Sprache,
Motivation,
Emotion
und
Handlungssteuerung.
Sie
bildet damit eine wichtige Grundlage für viele andere Bereiche der Psychologie, auch für die Psychotherapie (1, 2, 3).
Emotionen
Klick hier: Emotionen
Emotionen
gehören
zum
psychischen
Erleben,
werden
aber
häufig
überschätzt
oder
missverstanden.
Sie
sind
wichtige
Bewertungs-,
Körper-
und
Reaktionsprozesse,
aber
nicht
automatisch
wahr,
hilfreich
oder
therapeutisch
zentral.
Auf
dieser
Seite
wird
erklärt,
welche
Funktion
Emotionen
haben,
wie
sie
Verhalten
beeinflussen
und
warum
Psychotherapie
mehr
ist
als
Arbeit
am
Gefühl:
Entscheidend
bleibt
das Zusammenspiel von Wahrnehmung, Bewertung, Körperreaktion, Verhalten und Konsequenzen (23, 24, 25).
Kognitive Psychologie
Klick hier: Kognitive Psychologie
Die
Kognitive
Psychologie
beschäftigt
sich
mit
Informationsverarbeitung:
Wie
werden
Reize
aufgenommen,
ausgewählt,
interpretiert,
gespeichert
und
für
Entscheidungen
oder
Handlungen
genutzt?
Sie
untersucht
unter
anderem
Wahrnehmung,
Aufmerksamkeit,
Gedächt
-
nis,
Denken,
Sprache,
Problemlösen
und
Urteilen.
Für
die
Verhaltenstherapie
ist
sie
besonders
bedeutsam,
weil
Gedanken,
Bewertungen,
Erwartungen und Aufmerksamkeitsprozesse konkret beschreibbar und veränderbar werden (6, 7).
Neuropsychologie
Klick hier: Neuropsychologie
Die
Neuropsychologie
untersucht
den
Zusammenhang
zwischen
Gehirn,
Erleben
und
Verhalten.
Sie
fragt,
wie
Wahrnehmung,
Sprache,
Gedächtnis,
Aufmerksamkeit,
Handlungsplanung,
Emotion
und
soziale
Kognition
durch
Hirnfunktionen
ermöglicht
werden
und
wie
sich
diese
Leistungen
bei
Hirnschädigungen
oder
Funktionsstörungen
verändern
können.
Damit
verbindet
sie
Psychologie,
Neurologie,
Neuroanatomie und kognitive Neurowissenschaft (8, 9).
Persönlichkeitspsychologie und Differentielle Psychologie
Klick hier: Persönlichkeitspsychologie
Die
Persönlichkeitspsychologie
beschäftigt
sich
mit
relativ
stabilen
Mustern
des
Erlebens
und
Verhaltens.
Die
Differentielle
Psychologie
fragt
danach,
wie
und
warum
sich
Personen
voneinander
unterscheiden.
Themen
sind
unter
anderem
Persönlichkeitseigenschaften,
Temperament,
Fähigkeiten,
Motive,
Selbstkonzept,
Persönlichkeitsentwicklung
und
die
Wechselwirkung
zwischen
Person
und
Situation
(10, 11).
Pädagogische Psychologie
Klick hier: Pädagogische Psychologie
Die
Pädagogische
Psychologie
untersucht
Lernen,
Lehren,
Motivation,
Förderung,
Diagnostik
und
Bildung.
Sie
fragt,
unter
welchen
Bedingungen
Wissenserwerb,
Kompetenzentwicklung,
Lernstrategien,
Selbststeuerung
und
Transfer
gelingen.
Viele
ihrer
Erkenntnisse
sind
auch
für
Psychotherapie
bedeutsam,
weil
therapeutische
Veränderung
in
vielen
Bereichen
als
strukturierter
Lernprozess
verstanden
werden kann (12, 13).
Sozialpsychologie
Klick hier: Sozialpsychologie
Die
Sozialpsychologie
untersucht,
wie
Denken,
Fühlen
und
Verhalten
durch
andere
Personen,
Gruppen,
Normen,
Rollen
und
soziale
Situationen
beeinflusst
werden.
Sie
beschäftigt
sich
unter
anderem
mit
sozialer
Wahrnehmung,
Einstellungen,
Vorurteilen,
Konformität,
Gehorsam,
Gruppenprozessen,
Beziehungen,
Hilfeverhalten
und
Aggression.
Ihre
besondere
Stärke
liegt
darin,
Verhalten
nicht
vorschnell aus Charaktereigenschaften zu erklären, sondern soziale Bedingungen und Deutungen mit einzubeziehen (14, 15).
Forensische Psychologie
Klick hier: Forensische Psychologie
Die
Forensische
Psychologie
wendet
psychologisches
Wissen
auf
rechtlich
bedeutsame
Fragestellungen
an.
Dazu
gehören
Aussagepsy
-
chologie,
Augenzeugengedächtnis,
Vernehmung,
falsche
Geständnisse,
Risikoeinschätzung,
Delinquenz,
Gewalt,
Begutachtung,
Behandlung
und
Rückfallprävention.
Ihre
besondere
Bedeutung
liegt
darin,
Verhalten
im
rechtlichen
Kontext
nüchtern,
methodisch
kontrolliert und ohne vorschnelle moralische oder spekulative Deutungen zu analysieren (20, 21, 22).
Entwicklungspsychologie
Klick hier: Entwicklungspsychologie
Die
Entwicklungspsychologie
untersucht
Veränderungen
und
Stabilitäten
des
Erlebens
und
Verhaltens
über
die
gesamte
Lebensspanne.
Sie
beschäftigt
sich
mit
Themen
wie
Bindung,
Denken,
Sprache,
Emotion,
Sozialverhalten,
Identität,
Persönlichkeit
und
Bewältigung.
Für
die
Psychotherapie
ist
sie
bedeutsam,
weil
psychische
Beschwerden
immer
auch
eine
Entwicklungsgeschichte
haben
und
nicht
losgelöst
von Lebenslauf, Lernerfahrungen und aktuellen Entwicklungsaufgaben verstanden werden können (16, 17).
Meine wissenschaftliche Arbeit
Klick hier: Meine wissenschaftliche Arbeit
Vor
und
auch
parallel
zu
meiner
psychotherapeutischen
Tätigkeit
war
ich
über
viele
Jahre
wissenschaftlich
tätig,
insbesondere
in
der
Neuropsychologie,
Neurorehabilitation
und
experimentellen
Verhaltensforschung.
Ein
zentraler
Schwerpunkt
war
die
Entwicklung
und
Untersuchung
der
Bewegungsbeobachtung
als
neurorehabilitative
Methode
nach
Schlaganfall.
Diese
Forschung
verbindet
Grundlagen
der
Spiegelneuronenforschung,
motorisches
Lernen,
Verhaltensanalyse
und
klinische
Anwendung
und
prägt
bis
heute
meine
wissenschaft
-
lich-verhaltenstherapeutische Haltung (26, 27, 28, 29).
Quellen
1.
Gerrig, R. J. (2015). *Psychologie* (20., aktualisierte Aufl.). Pearson.
2.
Myers, D. G. (2014). *Psychologie* (3. Aufl.). Springer.
3.
Becker-Carus, C., & Wendt, M. (2017). *Allgemeine Psychologie. Eine Einführung* (2. Aufl.). Springer.
4.
Hecht, H., & Desnizza, W. (2012). *Psychologie als empirische Wissenschaft. Essentielle wissenschaftstheoretische und historische
Grundlagen*. Springer Spektrum.
5.
Lück, H. E. (2009). *Geschichte der Psychologie. Strömungen, Schulen, Entwicklungen* (4., überarbeitete Aufl.). Kohlhammer.
6.
Solso, R. L. (2005). *Kognitive Psychologie*. Springer.
7.
Rösler, F. (2011). *Psychophysiologie der Kognition. Eine Einführung in die Kognitive Neurowissenschaft*. Spektrum Akademischer
Verlag.
8.
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9.
Karnath, H.-O., & Thier, P. (Hrsg.). (2006). *Neuropsychologie* (2., aktualisierte und erweiterte Aufl.). Springer.
10.
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11.
Rauthmann, J. F. (2016). *Grundlagen der Differentiellen und Persönlichkeitspsychologie. Eine Übersicht für Psychologie-Studier-
ende*. Springer.
12.
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erweiterte Aufl.). Kohlhammer.
13.
Wild, E., & Möller, J. (Hrsg.). (2020). *Pädagogische Psychologie* (3., vollständig überarbeitete und aktualisierte Aufl.). Springer.
14.
Aronson, E., Wilson, T. D., & Akert, R. M. (2014). *Sozialpsychologie* (8., aktualisierte Aufl.). Pearson.
15.
Jonas, K., Stroebe, W., & Hewstone, M. (Hrsg.). (2014). *Sozialpsychologie* (6., vollständig überarbeitete Aufl.). Springer.
16.
16.Lohaus, A., Vierhaus, M., & Maass, A. (2010). *Entwicklungspsychologie des Kindes- und Jugendalters für Bachelor*. Springer.
17.
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18.
Wittchen, H.-U., & Hoyer, J. (Hrsg.). (2011). *Klinische Psychologie & Psychotherapie* (2., überarbeitete und erweiterte Aufl.).
Springer.
19.
Auckenthaler, A. (2012). *Kurzlehrbuch Klinische Psychologie und Psychotherapie. Grundlagen, Praxis, Kontext*. Thieme.
20.
Arrigo, B. A. (2003). *Introduction to Forensic Psychology. Issues and Controversies in Crime and Justice*. Academic Press.
21.
Rogers, R., & Shuman, D. W. (2005). *Fundamentals of Forensic Practice. Mental Health and Criminal Law*. Springer.
22.
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Stemmler, G. (Hrsg.). (2009). *Psychologie der Emotion*. Enzyklopädie der Psychologie, Serie Motivation und Emotion, Band 3.
Hogrefe.
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Rothermund, K., & Eder, A. (2011). *Allgemeine Psychologie: Motivation und Emotion*. VS Verlag für Sozialwissenschaften.
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Holodynski, M. (2006). *Emotionen – Entwicklung und Regulation*. Springer.
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Ertelt, D., Small, S., Solodkin, A., Dettmers, C., McNamara, A., Binkofski, F., & Buccino, G. (2007). *Action observation has a positive
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Ertelt, D. (2008). *Bewegungsbeobachtung als Methode der Neurorehabilitation*. Hippocampus Monographien. Hippocampus.
28.
Ertelt, D., Witt, K., Reetz, K., Frank, W., Junghanns, K., Backhaus, J., Tadic, V., Pellicano, A., Born, J., & Binkofski, F. (2012). *Skill
memory escaping from distraction by sleep—Evidence from dual-task performance*. PLOS ONE, 7(12), e50983.
29.
Ertelt, D. (2004). *Matching – Matching Law und Ideal-freie Verteilung. Eine Einführung mittels der Synthese unter Bestrafung-
skontingenzen*. Mensch und Buch.
Psychologie: Wissenschaft vom
Erleben und Verhalten
Psychologie
ist
die
Wissenschaft
vom
Erleben
und
Verhal
-
ten
des
Menschen.
Sie
untersucht,
wie
Menschen
wahrnehmen,
denken,
fühlen,
lernen,
erinnern,
entscheiden,
handeln
und
mit
anderen
Personen
in
Bez
-
iehung
treten.
Dabei
interessiert
sie
sich
sowohl
für
allgemeine
Gesetzmäßigkeiten
psychischer
Prozesse
als
auch
für
individuelle
Unterschiede
zwischen
Personen
(1,
2, 3).
Als
wissenschaftliches
Fach
stützt
sich
Psychologie
nicht
auf
bloße
Alltagserfahrung
oder
persönliche
Menschenken
-
ntnis,
sondern
auf
systematische
Beobachtung,
psycholo
-
gische
Diagnostik,
experimentelle
Forschung,
statistische
Auswertung
und
überprüfbare
Theorien.
Psychologische
Aussagen
sollen
nachvollziehbar,
begründbar
und
korrigi
-
erbar
sein.
Genau
darin
unterscheidet
sich
wissenschaft
-
liche
Psychologie
von
bloßer
Lebensberatung,
Weltanschauung oder spekulativer Deutung (1, 2, 4).
Psychologie
umfasst
viele
Teilgebiete.
Einige
beschäftigen
sich
mit
grundlegenden
Funktionen
wie
Wahrnehmung,
Aufmerksamkeit,
Lernen,
Gedächtnis
oder
Denken.
Andere
untersuchen
Persönlichkeit,
soziale
Beziehungen,
Entwicklung,
Bildung,
psychische
Störungen,
neuropsy
-
chologische
Funktionen
oder
psychotherapeutische
Veränderungsprozesse.
Die
folgenden
Seiten
geben
Ihnen
einen
Überblick
über
wichtige
psychologische
Fachbereiche.
Psychologie und Psychotherapie
Psychotherapie
nutzt
Erkenntnisse
aus
vielen
Bereichen
der
Psychologie.
Verhaltenstherapie
greift
besonders
auf
Lernpsychologie,
Kognitive
Psychologie,
Emotionspsycho
-
logie,
Sozialpsychologie,
Persönlichkeitspsychologie
und
neuropsychologische
Grundlagen
zurück.
Psychische
Beschwerden
werden
dabei
nicht
mystifiziert,
sondern
als
nachvollziehbare
Muster
von
Wahrnehmung,
Bewertung,
Emotion,
Körperreaktion,
Verhalten
und
Konsequenzen
verstanden.
Eine
wissenschaftlich
fundierte
Psychotherapie
fragt
deshalb
nicht
nur,
wie
ein
Symptom
bezeichnet
werden
kann,
sondern
wie
es
entsteht,
wodurch
es
aufrechterhal
-
ten
wird
und
an
welcher
Stelle
Veränderung
möglich
ist.
Ziel
ist
ein
verständliches,
überprüfbares
und
therapeut
-
isch nutzbares Modell der jeweiligen Beschwerden.
Klinische Psychologie
Klick hier: Klinische Psychologie
Die
Klinische
Psychologie
befasst
sich
mit
psychischen
Störungen
sowie
mit
psychischen
Aspekten
körperlicher
Erkrankungen.
Sie
umfasst
Diagnostik,
Klassifikation,
Entstehungsmodelle,
Bedingungsanalyse,
Prävention,
Psy
-
chotherapie,
Rehabilitation
und
Evaluation.
Für
meine
Praxis
bildet
sie
den
wissenschaftlichen
Rahmen,
um
psychische
Beschwerden
nicht
nur
zu
benennen,
sondern
in
ihren
konkreten
Entstehungs-
und
Aufrechterhaltungs
-
bedingungen zu verstehen (18, 19).
Geschichte der Psychologie
Klick hier: Geschichte der Psychologie
Die
Psychologie
hat
ihre
Wurzeln
in
Philosophie,
Medizin,
Physiologie
und
Pädagogik.
Zur
eigenständigen
Wis
-
senschaft
wurde
sie
vor
allem
dort,
wo
psychologische
Fragen
nicht
mehr
nur
spekulativ
beantwortet,
sondern
systematisch
untersucht
wurden.
Die
Geschichte
der
Psy
-
chologie
zeigt
deshalb
auch
den
Weg
von
der
Seelenlehre
zur empirischen Wissenschaft (4, 5).
Allgemeine Psychologie
Klick hier: Allgemeine Psychologie
Die
Allgemeine
Psychologie
untersucht
grundlegende
psychische
Prozesse,
die
menschliches
Erleben
und
Ver
-
halten
ermöglichen.
Dazu
gehören
Wahrnehmung,
Aufmerksamkeit,
Lernen,
Gedächtnis,
Denken,
Sprache,
Motivation,
Emotion
und
Handlungssteuerung.
Sie
bildet
damit
eine
wichtige
Grundlage
für
viele
andere
Bereiche
der Psychologie, auch für die Psychotherapie (1, 2, 3).
Emotionen
Klick hier: Emotionen
Emotionen
gehören
zum
psychischen
Erleben,
werden
aber
häufig
überschätzt
oder
missverstanden.
Sie
sind
wichtige
Bewertungs-,
Körper-
und
Reaktionsprozesse,
aber
nicht
automatisch
wahr,
hilfreich
oder
therapeutisch
zentral.
Auf
dieser
Seite
wird
erklärt,
welche
Funktion
Emotionen
haben,
wie
sie
Verhalten
beeinflussen
und
warum
Psychotherapie
mehr
ist
als
Arbeit
am
Gefühl:
Entscheidend
bleibt
das
Zusammenspiel
von
Wahrnehmung,
Bewertung,
Körperreaktion,
Verhalten
und
Konsequenzen (23, 24, 25).
Kognitive Psychologie
Klick hier: Kognitive Psychologie
Die
Kognitive
Psychologie
beschäftigt
sich
mit
Informa
-
tionsverarbeitung:
Wie
werden
Reize
aufgenommen,
ausgewählt,
interpretiert,
gespeichert
und
für
Entscheidungen
oder
Handlungen
genutzt?
Sie
untersucht
unter
anderem
Wahrnehmung,
Aufmerksamkeit,
Gedächt
-
nis,
Denken,
Sprache,
Problemlösen
und
Urteilen.
Für
die
Verhaltenstherapie
ist
sie
besonders
bedeutsam,
weil
Gedanken,
Bewertungen,
Erwartungen
und
Aufmerksamkeitsprozesse
konkret
beschreibbar
und
ver
-
änderbar werden (6, 7).
Neuropsychologie
Klick hier: Neuropsychologie
Die
Neuropsychologie
untersucht
den
Zusammenhang
zwischen
Gehirn,
Erleben
und
Verhalten.
Sie
fragt,
wie
Wahrnehmung,
Sprache,
Gedächtnis,
Aufmerksamkeit,
Handlungsplanung,
Emotion
und
soziale
Kognition
durch
Hirnfunktionen
ermöglicht
werden
und
wie
sich
diese
Leis
-
tungen
bei
Hirnschädigungen
oder
Funktionsstörungen
verändern
können.
Damit
verbindet
sie
Psychologie,
Neur
-
ologie,
Neuroanatomie
und
kognitive
Neurowissenschaft
(8, 9).
Persönlichkeitspsychologie und Differenti-
elle Psychologie
Klick hier: Persönlichkeitspsychologie
Die
Persönlichkeitspsychologie
beschäftigt
sich
mit
relativ
stabilen
Mustern
des
Erlebens
und
Verhaltens.
Die
Differ
-
entielle
Psychologie
fragt
danach,
wie
und
warum
sich
Personen
voneinander
unterscheiden.
Themen
sind
unter
anderem
Persönlichkeitseigenschaften,
Temperament,
Fähigkeiten,
Motive,
Selbstkonzept,
Persönlichkeit
-
sentwicklung
und
die
Wechselwirkung
zwischen
Person
und Situation (10, 11).
Pädagogische Psychologie
Klick hier: Pädagogische Psychologie
Die
Pädagogische
Psychologie
untersucht
Lernen,
Lehren,
Motivation,
Förderung,
Diagnostik
und
Bildung.
Sie
fragt,
unter
welchen
Bedingungen
Wissenserwerb,
Kompeten
-
zentwicklung,
Lernstrategien,
Selbststeuerung
und
Transfer
gelingen.
Viele
ihrer
Erkenntnisse
sind
auch
für
Psychotherapie
bedeutsam,
weil
therapeutische
Veränder
-
ung
in
vielen
Bereichen
als
strukturierter
Lernprozess
verstanden werden kann (12, 13).
Sozialpsychologie
Klick hier: Sozialpsychologie
Die
Sozialpsychologie
untersucht,
wie
Denken,
Fühlen
und
Verhalten
durch
andere
Personen,
Gruppen,
Normen,
Rol
-
len
und
soziale
Situationen
beeinflusst
werden.
Sie
beschäftigt
sich
unter
anderem
mit
sozialer
Wahrnehmung,
Einstellungen,
Vorurteilen,
Konformität,
Gehorsam,
Gruppenprozessen,
Beziehungen,
Hilfeverhal
-
ten
und
Aggression.
Ihre
besondere
Stärke
liegt
darin,
Verhalten
nicht
vorschnell
aus
Charaktereigenschaften
zu
erklären,
sondern
soziale
Bedingungen
und
Deutungen
mit einzubeziehen (14, 15).
Forensische Psychologie
Klick hier: Forensische Psychologie
Die
Forensische
Psychologie
wendet
psychologisches
Wis
-
sen
auf
rechtlich
bedeutsame
Fragestellungen
an.
Dazu
gehören
Aussagepsychologie,
Augenzeugengedächtnis,
Vernehmung,
falsche
Geständnisse,
Risikoeinschätzung,
Delinquenz,
Gewalt,
Begutachtung,
Behandlung
und
Rück
-
fallprävention.
Ihre
besondere
Bedeutung
liegt
darin,
Verhalten
im
rechtlichen
Kontext
nüchtern,
methodisch
kontrolliert
und
ohne
vorschnelle
moralische
oder
speku
-
lative Deutungen zu analysieren (20, 21, 22).
Entwicklungspsychologie
Klick hier: Entwicklungspsychologie
Die
Entwicklungspsychologie
untersucht
Veränderungen
und
Stabilitäten
des
Erlebens
und
Verhaltens
über
die
gesamte
Lebensspanne.
Sie
beschäftigt
sich
mit
Themen
wie
Bindung,
Denken,
Sprache,
Emotion,
Sozialverhalten,
Identität,
Persönlichkeit
und
Bewältigung.
Für
die
Psycho
-
therapie
ist
sie
bedeutsam,
weil
psychische
Beschwerden
immer
auch
eine
Entwicklungsgeschichte
haben
und
nicht
losgelöst
von
Lebenslauf,
Lernerfahrungen
und
aktuellen
Entwicklungsaufgaben
verstanden
werden
können
(16,
17).
Meine wissenschaftliche Arbeit
Klick hier: Meine wissenschaftliche Arbeit
Vor
und
auch
parallel
zu
meiner
psychotherapeutischen
Tätigkeit
war
ich
über
viele
Jahre
wissenschaftlich
tätig,
insbesondere
in
der
Neuropsychologie,
Neurorehabilitation
und
experimentellen
Verhaltensforschung.
Ein
zentraler
Schwerpunkt
war
die
Entwicklung
und
Untersuchung
der
Bewegungsbeobachtung
als
neurorehabilitative
Methode
nach
Schlaganfall.
Diese
Forschung
verbindet
Grundlagen
der
Spiegelneuronenforschung,
motorisches
Lernen,
Ver
-
haltensanalyse
und
klinische
Anwendung
und
prägt
bis
heute
meine
wissenschaftlich-verhaltenstherapeutische
Haltung (26, 27, 28, 29).
Quellen
1.
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Aufl.). Pearson.
2.
Myers, D. G. (2014). *Psychologie* (3. Aufl.).
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Hecht, H., & Desnizza, W. (2012). *Psychologie als
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theoretische und historische Grundlagen*. Springer
Spektrum.
5.
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arbeitete Aufl.). Kohlhammer.
6.
Solso, R. L. (2005). *Kognitive Psychologie*. Springer.
7.
Rösler, F. (2011). *Psychophysiologie der Kognition.
Eine Einführung in die Kognitive Neurowissenschaft*.
Spektrum Akademischer Verlag.
8.
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